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Bundesregierung sieht Notwendigkeit für neue Drohnen-Regulierung

Bundesregierung sieht Notwendigkeit für neue Drohnen-Regulierung

– regelt DFS dann auch den unteren Luftraum?

Drohneneinsätze sind hoffnungslos überreguliert, das war der durchgehende Tenor bei der Diskussion „Innovation am Horizont – Drohnen nutzen und sicher regulieren“ im Deutschen Verkehrsforum Ende September in Berlin.

Ob Fairfleet, Airbus oder die Deutsche Bundesbahn: Die Klagen der Anwender gingen alle in die selbe Richtung. „Das wirtschaftliche Potenzial der Drohnen liegt jenseits Steuerung auf Sicht“ – doch für solche Einsätze braucht man in Deutschland Sondergenehmigungen. Dafür müsse man im Einzelfall schon mal hintereinander Polizei, Krankenhäuser, Ordnungsämter, Grünflächenämter, die Deutsche Flugsicherung DFS, Autobahn- und Bundeswasserstraßenämter ansprechen, wie Fairfleet Gründer Dario Manns das empfundene Elend illustrierte.

Steffen Bilder, zuständiger Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, gab sich angemessen zerknirscht: „Wir arbeiten an neuen Regelungen, wir sehen die Dynamik und die Ungeduld“. Und erklärte die unangemessenen Regularien historisch: Die Entstehung der Drohnen-Verordnung sei davon geprägt gewesen, das die Interessen der Modellflieger im Mittelpunkt standen. Von „Drohnenwirtschaft“ sei überhaupt noch nicht die Rede gewesen. Inzwischen feile das Ministerium an einer neuen Drohnenstrategie und sei auch offen für Testfelder. So weit, so gut: Ob es aber noch in dieser Legislaturperiode dazu kommt, dieser Frage wich Steffen aus. Was man auch als Nein interpretieren darf.

Derweil bringt sich die Deutsche Flugsicherung DFS massiv für die Regulierung des (unteren) Drohnen-Luftraums in Stellung. DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle ging sogar schon ins technische Detail: „Drohnen brauchen Transponder die ausstrahlen, wem sie gehören und wo sie hin wollen“, erklärte er. „Ich würde begrüßen, wenn die Politik das noch in dieser Legislatur anpackt. Die DFS liefert dann gerne die Luftbildlage“, so Scheuerle uneigennützig. Als Partner für die Ortungsdaten bot sich auch gleich die Deutsche Telekom an. An der Politik würde eine solche Umsetzung sicher nicht scheitern: „Ich habe volles Vertrauen in die DFS“, sagte ein jovial gestimmter Arno Klar, seines Zeichens SPD-Mitglied des Bundestages und Berichterstatter Luftverkehr.

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