Die Zukunft des U-Space: Ein alternatives Regulationszenario?

Laut Privot Regulatory und dem Institut für Politikevaluation hat das Projekt der europäischen Flugsicherheitsbehörde (EASA) ‚U-Space‘ Lücken. So wurden die wirtschaftlichen Folgen nicht berücksichtigt und könnten zukünftigen Innovationen den Garaus machen

U-Space ist ein Rahmenwerk für die Integration von Drohnen (privat und kommerziell) in das aktuell bestehende Luftraummanagement der EU.
In einer Studie wurden jetzt die möglichen Auswirkungen und Kosten der sicheren Integrierung von UAS in den europäischen Luftraum analysiert. Zudem stellen Privot Regulatory und das Institut für Politikevaluation ein alternatives Regulierungsszenario auf, um zukünftige Investitionen zu ermöglichen.

Laut der Analyse sollten Drohnen unter 900g  aus dem U-Space ausgeschlossen werden. In dieser Kategorie handelt es sich in der Regel um privat genutzte (Hobby-)Drohnen.

Die aktuellen Regulierungen würde die Nachfrage (Hobbysektor) verringern, was dem gesamten Markt für kommerzielle Drohnen schaden würde. Betroffen hiervon wären zum Beispiel Innovationen in der Landwirtschaft, der Brandbekämpfung und Bauwesen.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.
Die Zusammenfassung von DJI hier.

LZPD: Polizei-Drohnen haben besondere Rechte

Im Gegensatz zu privaten Geräten haben Polizei-Drohnen besondere Rechte, etwa wie ein Streifenwagen, der im Notfall über Rot fahren darf. Die Antwort der Zentrale für Polizeiliche Dienste kam auf zwei Anfragen der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag

Polizei-Drohnen unterliegen gemäß der Luftverkehrsordnung nicht den üblichen Verboten.

Das bedeutet: Polizei-Drohen dürfen mehr als private Drohnen, wenn es für die „Erfüllung der hoheitlichen Aufgaben der Polizei erforderlich ist“, erklärte eine Sprecherin der LZPD.

Doch ein von der nordrhein-westfälischen Polizei veröffentlichtes YouTube-Video hat die Opposition auf den Plan gerufen. Der SPD-Abgeordnete Stefan Kämmerling von der Landesregierung in NRW will wissen, unter welchen Umständen die Aufnahmen entstanden sind.

Bei dem Video handelt es sich um die Verkündung des flächendeckenden Drohnen-Einsatzes der Polizei. In den Aufnahmen fliegt eine Drohne über den Rhein bei Duisburg und über ein Autobahnkreuz. Aus Kämmerlings Sicht handelte es sich dabei um keinen dringenden Einsatz.

Auch zum Einsatz der Drohnen selbst hat Kämmerling eine zweite Anfrage gestellt, in der es unter anderem heißt:

„Unter welchen Voraussetzungen werden Drohnen der Polizei private Wohngrundstücke überfliegen?“ Und: „Unter welchen Voraussetzungen werden Drohnen der Polizei Bild- und/oder Tonaufzeichnungen über oder von privaten Wohngrundstücken machen?“

Amazon Prime Air: Vom Alleingang zum Teamplayer?

Eigentlich wollte Amazon noch in diesem Jahr beginnen, erste Lie­ferungen im größeren Stil mithilfe von Drohnen abzuwickeln. Jetzt wurde das Team aber überraschend deutlich verkleinert

Wie die Financial Times berichtet, hat Amazon kürzlich Dutzende Mitarbeiter seines Ablegers Amazon Prime Air entlassen. Bereiche der Entwicklung, Forschung und der Fertigung von Drohnen sind betroffen. Offenbar brachten die internen Bemühungen des Teams nicht die gewünschten Ergebnisse – oder es gab Probleme mit der Einhaltung von Zeitplänen.

Amazon will stattdessen lieber mit einer Reihe externer Drohnenspezialisten kooperieren, um sein Programm für die Lieferung per Luftweg umzusetzen. Entsprechende Verhandlungen sollen bereits kurz vor dem Abschluss stehen. Gleich mehrere europäische Unternehmen wurden als Partner genannt.

Dem Bericht zufolge will Amazon mit der österreichischen Firma FACC Aerospace und dem spanischen Unternehmen Aernnova zusammenarbeiten. Die konkreten Bedingungen der Kooperation werden derzeit zwar noch verhandelt, es könnte aber wohl schon sehr bald zu einer Einigung kommen.

Erst im Juni 2020 wurde noch angekündigt, dass man „innerhalb von Monaten“ beginnen wolle, Lieferungen per Drohne abzuwickeln. Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, ist aufgrund der jüngsten Entwicklungen  doch wieder fraglich.

USA: Drohende Haftstrafe für Hobbypiloten

In Los Angeles wurde ein Mann vom FBI festgenommen, weil seine Drohne in einen Polizeihubschrauber gekracht ist

Bei dem Fall handelt es sich wohl um die erste strafrechtliche Verfolgung in den USA dieser Art. Mitten im Einsatz musste der Hubschrauber  notlanden, nachdem er über Hollywood mit einer Drohne kollidiert war.
Laut Berichten wurde die Drohne entdeckt, als sich die Beamten dem Tatort näherten.
                                                               
Für Ausweichmanöver war es zu spät. Beim Aufprall wurde die Nase, die Antenne und die Motorhaube des Hubschraubers beschädigt.

„Wenn die Drohne den Hauptrotor des Hubschraubers anstelle des Rumpfes getroffen hätte, hätte sie den Hubschrauber zum Absturz bringen können“, heißt es in der Strafanzeige des Bezirksgerichts.

In den Trümmerteilen der Drohne wurden die Kamera und Speicherkarte gefunden. Daraufhin konnte der Besitzer einfach identifiziert werden – anscheinend wollte der 22-jährige nur „schauen was los ist“. Die Verhaftung erfolgte ausgerechnet während der „National Drone Safety Awarness Week“, die von der US Federal Aviation Administration (FAA) gesponsert wurde.

Bei einer Verurteilung droht ihm eine gesetzliche Höchststrafe von einem Jahr im Bundesgefängnis.

Allerheiligen unter Drohnen

Aufgrund der hohen Corona-Infektionen begrenzt Spanien an Allerheiligen den Zugang zu Friedhöfen. In Madrid werden Drohnen eingesetzt

Eigentlich verwandeln sich an Allerheiligen Spaniens Friedhöfe in Blumenmeere. Massenweise strömen Familien zu den Friedhöfen, um ihren Angehörigen zu gedenken. Doch dieses Jahr haben sich die Behörden aufgrund der hohen Infektionszahlen auf strenge Beschränkungen geeinigt.

Temperaturmessungen am Eingang, Absperrungen und Hunderte von zusätzlichen Polizisten. In Madrid werden Drohnen über den Friedhöfen kreisen, um die Besucherzahlen zu kontrollieren. „Wir können nicht zulassen, dass sich Menschenmassen innerhalb oder außerhalb der Friedhöfe bilden, sagt der Madrider Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida. Die Kapazität wurde auf 60 Prozent begrenzt.   

Toronto: Illegale Lieferung hinter Gitter

Die Provinzpolizei von Ontario hat Anklage gegen zwei Personen erhoben. Sie stehen im Verdacht, Drogen über einem Gefängnis abgeworfen zu haben

Den Vorfall meldeten Mitarbeiter des Gefängnisses „Greater Napanee“ in der Region Quinte am 26. Oktober 2019. Eine Drohne hatte ein Paket Schmuggelware über dem Gefängnis abgeworfen. Zwar gelang es dem Gefängnispersonal die meisten Drogen zu beschlagnahmen, doch auch ein paar der Insassen bekamen einen Teil ab.

Dieses Jahr, am 13. November, führte die Polizei einen Durchsuchungsbefehl in einem Haus in Kingston aus. In dem Haus wurden Mengen von Kristall-Meth, MDMA (Ecstasy) und Xanax, sowie eine Drohne, Bargeld, Munition und Waagen gefunden.

Zwei Personen wurden daraufhin festgenommen und angeklagt. Sie müssen im Januar vor Gericht in Toronto erscheinen.

WWF-Australien: Drohnen forsten auf

Sieben Monate lang wüteten die bislang verheerendsten Buschfeuer in der Geschichte Australiens. Traditionelle Aufforstung ist zu aufwendig, zu teuer, das verbrannte Land ist zu groß. Der WWF setzt daher alle Hoffnung auf Drohnen

Rund 180 Millionen Euro will der WWF in das Aufforstungsprogramm mit Drohnen stecken. Eine enorme Summe, welche das Ausmaß der Zerstörung umso mehr verdeutlicht. Mehr als 17 Millionen Hektar Wald sind in den Buschfeuern innerhalb der sieben Monaten verbrannt. Das entspricht rund der Hälfte der Gesamtfläche Deutschlands.

Die „Spezial-Drohnen“ werden derzeit vom WWF in einem Forschungsprogramm im östlichen Bundesstaat News South Wales getestet. Sie sollen Samen von Eukalyptusbäumen über abgelegene Gebiete verstreuen, um so die verbrannte Buschlandschaft wiederzubeleben.

„Eine neue Vorgehensweise sieht es vor, Drohen so einzusetzen, um große Mengen an Saatgut über Landschaften hinweg zu verteilen“, erklärt O’Gorman vom WWF. „Das verbessert nicht nur unsere Fähigkeit, Buschland zu regenerieren, sondern auch unzugängliche Gebiete besser zu erreichen.“

Einige der Drohnen können so bis zu 40.000 Bäume pro Tag pflanzen. Die Forscher erhoffen sich so zunächst „grüne Korridore“ zu schaffen, damit sich die Wildtiere wieder freier bewegen können.
 

Kleine Drohne – Big Data: Forschung im Regenwald

In der Wissenschaft florieren Drohnen. Der neueste Beweis: Eine kleine Drohne, die selbst die entlegensten Gebiete des Regenwalds durchdringt

Eine Forschungsgruppe des Imperial College London hat eine neue Drohne entwickelt. Sie kann Daten aus Teilen des Regenwalds sammeln, in denen sich Menschen eher schlecht als recht durchschlagen.

Mittels Druckmechanismus schießt die Drohne eine Art Dartpfeil auf Bäume. Die Pfeile sind mit Sensoren bestückt und bleiben am Baum kleben. Durch das so entstandene Sensornetz werden Daten gesammelt – etwa darüber, wie gesund oder krank der Wald ist.

Leitfaden:  Für minimale Auswirkungen auf wildlebende Tiere

Das detaillierte Handbuch, beschreibt die „Best Practices“ für eine effektiven und sicheren Einsatz von Drohnen

„Drohnen werden oft als Allheilmittel für Naturschutzprobleme gepriesen. In diesem Leitfaden erklären wir jedoch anhand von Fallstudien, wie und wo Drohnen einsetzbar sind, um nützliche Informationen zu liefern und was man bei ihrer Verwendung beachten muss“, erklärt Dr. Karen Anderson, Leiterin des DroneLab der University of Exeter.

 Zusammen mit ihrem Team will sie die Fülle an Informationen an die wachsende Drohnengemeinschaft weitergeben.

Der Leitfaden enthält Beispiele für praktische Fallstudien von Naturschützern und Umweltwissenschaftlern sowie eine Liste der „Best Practices“ für Drohnen.

Hier gibt es den Leitfaden zum Download.

DRONEREMOTE-Fliegen am PC

DRONEREMOTE ist eine Innovation von dronevent®. Bei dem interaktiven Wettrennen werden über das Internet echte Drohnen durch einen realen Parcours in einer Halle gesteuert

Aktuell können acht Spieler mit vier Drohnen gleichzeitig ein echtes Rennen gegeneinander fliegen. Da man die Steuerung einfach an jeden eingeloggten User weitergeben kann, sind Events mit bis zu 32 aktiven Teilnehmern möglich. Das funktioniert ohne zusätzliche Software ganz einfach über ein Web-Interface. Ob iPad, Surface, Laptop oder Desktop-PC – die Steuerung funktioniert an jedem Rechner mit Internet-Zugang.

Die Preise reichen von 60 Euro mit bis zu zwei Personen (20 Minuten) bis 870 Euro und inklusive 32 Personen 120 Minuten).
Hier kann man sich für verschiedene Termine und Kategorien anmelden.