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Drohnen – die Gefahr im Luftraum

Drohnen – die Gefahr im Luftraum

Alle scheinen sich einig zu sein: Wir brauchen klare Richtlinien für das Steuern von unbemannten Luftfahrzeugen. Nicht nur um Drohnenpiloten das Leben zu erleichtern, sondern auch um das Ansehen von Drohnen innerhalb der Bevölkerung zu verbessern. Artikel (außerhalb der Fachpresse) drehen sich zuletzt deutlich vermehrt um negative Ereignisse wie Unfälle und − allen voran − aktuelle Vorfälle an Flughäfen.

So hielt ein Mann in Hannover den Mindestabstand zu Flughäfen nicht ein und steuerte sein Fluggerät in Richtung eines landenden Flugzeuges, wie beispielsweise die Hannoversche Allgemeine, Focus Online und der Spiegel berichten.

Das Vereinigte Königreich erweitert Flugverbotszonen um Flughäfen

Die verbotenen Drohnenflüge an Flughäfen, besonders der Vorfall am Flughafen Gatwick, waren ausschlaggebend für die neue Gesetzgebung in Großbritannien und Nordirland: Ab 13. März müssen Piloten unbemannter Luftfahrzeuge nicht mehr nur einen Kilometer von Flughäfen Abstand halten, sondern ganze fünf Kilometer von Flug- und Landebahnen.

Bis zehn Jahre Haft in den USA

Die Sentencing Commission der USA, eine Behörde, die bindende Grundsätze für die Strafbemessung festlegt, erwägt laut inside unmanned systems (Englisch), bestimmte Vergehen als Straftat zu werten. Dabei geht es neben Flügen in der Nähe von Flughäfen und Flugzeugen auch um das Überfliegen von Waldbränden − wobei die verbotenen Flüge mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden könnten.

Drohnen an Flughäfen: Freund oder Feind?

Das Thema bleibt bei internationalen Medien hoch im Kurs. CNN Business schreibt (auf Englisch), das größte Problem sei das Aufspüren der Luftfahrzeuge im Flughafenbereich. International Airport Review (Englisch) zeigt, dass unbemannte Luftfahrzeuge für Flughäfen insgesamt mehr Vor- als Nachteile bringen. Beispiele für deren Nutzen sind die Begutachtung von Start- und Landebahnen sowie Gebäuden und das Aufspüren unerlaubter Objekte.

Wo bleibt die Regulierung?

Über die Notwendigkeit der Einführung klarer Regelungen herrscht in der Industrie Einstimmigkeit. Der Präsident des BDL, Prof. Klaus-Dieter Scheurle, sagte im Rahmen des Kongresses „Drone Insights“: „Zum einen muss jetzt endlich eine gesetzliche Registrierungspflicht für Drohnen und ihre Eigentümer kommen, damit im Schadensfall die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden können. Zum anderen bedarf es einer Technik, die Drohnen im Luftraum erkennbar macht, um Vorfällen wie am Flughafen London-Gatwick Ende 2018 schnell und wirkungsvoll begegnen zu können.“ Auch der Präsident des BDLI, Dr. Klaus Richter, fordert: „Damit die deutsche Drohnenindustrie abheben kann, brauchen wir insbesondere klare Regeln für Zulassung und Betrieb und eine leistungsfähige Infrastruktur – jetzt!“

BVZD fordert klare Regeln zum Schutz kritischer Infrastrukturen

Auch der Bundesverband Zivile Drohnen (BVZD) fordert klare Regeln zum Schutz kritischer Infrastrukturen. „Für den Fall, in dem staatliche Hilfe nicht oder nur mit erheblicher zeitlicher Verzögerung zu erreichen ist, muss dem Einzelnen jedoch auch ein eigenes Abwehrrecht zustehen“, so ein Positionspapier des Verbands. Der sieht besonders auf gesetzgeberischer Ebene Notwendigkeit zur Nachbesserung wie der Schaffung eines speziellen zivilrechtlichen Tatbestandes, der neben die bestehenden Abwehr- und Notstandsrechte tritt.

 

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