Windpark Dachsberg: Städtebaulicher Vertrag für sieben Anlagen in Schwielowsee unterzeichnet

  • Notus

Potsdam, 04.12.2019: Die Gemeindevertretung in Schwielowsee hat heute dem Bau von sieben
Windenergieanlagen in der Bliesendorfer Heide zugestimmt. Zuvor hatte der Potsdamer
Windplaner NOTUS energy den Antrag auf Wunsch der Gemeinde angepasst. Die Anlagen werden
in den Kiefernforsten entlang der A10 hinter dem Autobahndreieck Werder errichtet.

„Unter anderem haben wir den Verlauf der Zufahrtswege zu den Windenergieanlagen in den neuen Plänen noch einmal geändert“, erklärt Mirko Hannemann, verantwortlicher Projektleiter bei NOTUS energy. Für die Zufahrten zu den Anlagen, die südlich der Autobahn liegen, werden nun in weiten Strecken die bestehenden Freiflächen unter der Stromtrasse genutzt „Dadurch wird der Eingriff in den Wald noch einmal verringert“, so Hannemann.

Über die Wege werden die Bauteile angeliefert und erreichen später die Servicetechniker die Windenergieanlagen. Während des Baus der Anlagen müssen die Zufahrtswege teilweise verbreitert werden, der Eingriff wird durch moderne Transport-Technik allerdings gering gehalten. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden nicht mehr erforderliche Baunebenflächen wieder bepflanzt. Zufahrtswege zu Windenergieanlagen sind schon nach kurzer Zeit von normalen Waldwegen kaum noch zu unterscheiden.

Weiterhin sind für den Brandschutz anstelle von Zisternen jetzt Brunnen geplant, die eigens dafür gebohrt werden.
„Die Feuerwehr hat damit sichere Wasserquellen im Wald. Auch, wenn eine achtlos weggeworfene Zigarette im trockenen Wald ein Feuer auslöst“, so Hannemann.

Von den ursprünglich geplanten 18 Windenergieanlagen in der Bliesendorfer Heide hatte NOTUS energy schon im September die Anträge für 9 Anlagen zurückgezogen. Das Gebiet wurde 2015 vom Land Brandenburg als Eignungsgebiet für Windenergie ausgewiesen, weil es hier nur geringe Konflikte mit Mensch und Natur gibt: Die nächsten Siedlungen sind ausreichend weit entfernt und in den Kiefern-Monokulturen leben wenige windenergiesensible Tiere.

„Jede einzelne der in Schwielowsee geplanten Windenergieanlagen erzeugt CO2-Freien Strom für etwa 3.760 Vierpersonenhaushalte“, erklärt Hannemann. Und die umliegenden Gemeinden profitieren auch finanziell: Durch den sogenannten Windeuro, der ab 2020 in Brandenburg verpflichtend wird, gehen jedes Jahr 10.000 Euro je Windenergieanlage an die umliegenden Gemeinden. Schwielowsee erhält von dieser Abgabe ca. 40 Prozent.

Weitere Informationen: Auf der Website www.windpark-dachsberg.de veröffentlichen wir zeitnah die aktualisierten Lagepläne, Karten zu den Ausgleichsmaßnahmen und detaillierte Angaben zu den Naturschutz- und Immissionsgutachten.

Hintergrund: Windenergie im Wald

Moderne Windenergieanlagen drehen sich in Höhen von etwa 80 Metern über dem Erdboden. Damit sind sie für Standorte im Wald bestens geeignet. Die meisten Waldtiere, wie Rehe und Wildschweine, kehren nach einer kurzen Eingewöhnungszeit zurück und lassen sich durch die neuen „Nachbarn“ nicht mehr stören. Auch die Menschen bemerken die Anlagen im Wald weniger als solche auf weiter Flur: Das Rauschen des Windes in den Bäumen übertönt die Geräusche der Rotorblätter schon in
kurzer Distanz. Und wenn man im Wald ist, sieht man die Anlagen durch die Kronen der Kiefern das ganze Jahr nur von wenigen Stellen aus. „Die Anwohner werden in den Wäldern der Bliesendorfer Heide weiter ungestört Pilze sammeln können“, betont daher Mirko Hannemann.

Durch die Ausgleichsmaßnahmen, zu denen Windplaner verpflichtet sind, können Windenergieanlagen sogar den ökologischen Waldumbau in Brandenburg unterstützen. Windenergieanlagen werden in der Regel in forstwirtschaftlichen Nutzwäldern errichtet, wie den in Brandenburg typischen Kiefern-Monokulturen. Für jeden Baum, der hier gerodet wird, müssen die
Windenergie-Unternehmen mindestens einen neuen Pflanzen. Dabei forsten sie ökologisch wertvolle Laub- und Mischwälder auf, die widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse wie Schädlinge, Hitze und Trockenheit sind.

Durch die zusätzlichen Löschwasserzugänge in der Nähe der Windenergieanlagen werden die Wälder auch vor anderen Brandgefahren sicherer. Und auch der Rückbau ist heute schon geregelt: Nach Ende der Betriebsdauer werden die Windenergieanlagen vollständig zurückgebaut und verdichtete Böden wieder aufgelockert.

Kontakt:

Mirko Hannemann
NOTUS energy
Parkstraße 1
14469 Potsdam
Tel.: 0331-62043-45
kontakt@windpark-dachsberg.de

Pressekontakt:

Kai Weller
Agentur Ahnen&Enkel
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